
Geschichte

Judo ist in Japan entstanden und heisst übersetzt "der
sanfte Weg".
Jigoro Kano entwickelte Judo aus waffenlosen Kampf- und Selbstverteidigungskünsten,
die meistens aus der Zeit der Samurai stammen. Er wollte ein System schaffen,
das auf interessante, zu längerer Praxis anregende Weise den Körper
trainiert, alle Muskeln ausbildet und die Organkraft stärkt, kurz,
den Körper anhaltend in Form bringt. Im Weiteren sollte durch Judo
neben einer Charakter- und Persönlichkeitsformung auch die Schärfung
geistiger Fähigkeiten erreicht werden.
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Was ist Judo

Eine optimale Sportart für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Judo beinhaltet einen optimalen Mix vielfältiger Bewegungsabläufe
kombiniert mit taktischen Überlegungen. Somit fördert Judo den
höchst wirksamen Gebrauch von Körper und Geist. Motorik (Koordination
der Körperteile), kognitive Fähigkeiten (Umgebung wahrnehmen
und sich geschickt darin bewegen) und körperliche Leistungsfähigkeit
werden ebenfalls ausgewogen und überdurchschnittlich trainiert. Judo
ist eine moderne und hochstehende olympische Sportart.
Als Zweikampfsport ist das Ziel im Judo, den Gegner mit
einer gezielten Technik auf die Matten zu werfen, ihn dort 25 Sekunden
festzuhalten oder durch eine Würg- oder Hebeltechnik zum Aufgeben
zu zwingen. Im Gegensatz zu Karate werden im Judo keine Schläge ausgeführt.
Kinder leben im Judo ihren natürlichen Bewegungsdrang
aus, indem sie miteinander kämpfen, (unter Einhaltung von gewissen
Regeln). Vor allem bei etwas "scheuen" Kindern steigt die Selbstsicherheit
enorm, wenn sie merken, dass sie in der Lage sind, sich im Zweikampf behaupten
zu können.
"Papa! Ein Kämpfchen!"
Schon kleine Kinder lieben das Ringen und Raufen. Mädchen ebenso
wie Knaben. Kämpfen wird überall zum Thema, wo Kinder sind:
In Familien, Schulen, im freien Raum des Kinderlebens. Als spielerisches
Gerangel, als ernster Kampf, vielleicht auch als brutale Gewalt. Judo
geht von diesen Bedürfnissen und Voraussetzungen aus, thematisiert
sie und bietet die Möglichkeit, die Faszination des Kämpfens
zu erleben, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.
Aber:
Judo ist kein Erziehungssystem für widerspenstige Kinder. Es ist
nicht das Ziel, aus Leuten bessere Menschen zu machen. Auch kann der Trainer
innerhalb von einer Wochenstunde keine massgeblichen Einfluss auf die
Erziehung ausüben. Judo kann, sofern über mehrere Jahre seriös
betrieben, einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung
haben.
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